Tom Saller hat berits seiner Urgroßmutter Martha ein literarisches Denkmal gesetzt.
Nun hat er sich mit seiner Großmutter beschäftigt. Hedi gelingt die Flucht aus Pommern. Zunächst landet sie in Dänemark. Ein kurzes Techtelmechtel mit Hans bleibt nicht ohne Folgen. Als sie das merkt, ist sie bereits in Wipperfürth in einem deutschen Lager. Die Zustände sind unhaltbar. Sie braucht Arbeit und eine vernüftige Unterkunft. Beides bekommt sie durch ihre Freundin Anna, die sie im Lager kennengelernt hat. Anna wird die Lebensfreundin und beide Frauen gehen durch dick und dünn.
Hedi findte Arbeit in der Herren-Oberbekleidungsfabrik als rechte Hand vom Chef Alfons Müller. Im Hinterzimmer ihres Büros findet sie für sich und ihren Sohn eine Bleibe.
Alfons Müller ist außerordentlich geschäftstüchtig. Die Wirtschaftswunderzeit ist auch für ihn eine sehr gute Zeit. Er expandiert in ganz Europa, wobei es nicht immer legal zugeht.
Nicht immer ist das Leben für eine alleinerziehendd Mutter in der Nachkriegszeit einfach. Neben der gesellschaftlichen Ächtung schaltet sich auch das Jugendamt ein. Eine turbulende Zeit für Hedi und ihrem Sohn.
Mit diesem biograhischen Roman ist Herrn Saller wieder ein großer Wurf gelungen. Ebenso so spannend wie fazinierend. Unbedingt empfehlenswert.